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Windows Live® Suchergebnisse AbchasienEnzyklopädieartikel
Abchasien, autonome Republik innerhalb Georgiens. Das im Süden des Kaukasus an das Schwarze Meer grenzende Gebiet ging aus der 1921 gegründeten Abchasischen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik hervor. Es umfasst eine Fläche von 8 600 Quadratkilometern. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 538 000. Hauptstadt der autonomen Republik ist Suchumi. Das bis auf einen schmalen, landwirtschaftlich genutzten Küstenstreifen gebirgige Land erreicht Höhen von über 4 000 Metern. Zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren gehören der Anbau von Tabak, Tee, Wein und Obst sowie die Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Nachdem der abchasische Oberste Sowjet im Juli 1992 die Unabhängigkeit Abchasiens erklärt hatte, kam es zu einem militärischen Konflikt mit Georgien. Im Juli 1993 wurde eine Vereinbarung über einen Waffenstillstand getroffen. Die Abchasen verletzten diese Vereinbarung und vertrieben im Oktober 1993 die georgische Miliz sowie etwa 200 000 Georgier, die in Abchasien gelebt hatten. Seither wurde wiederholt über eine Beendigung des Konflikts verhandelt; dabei ging es vorwiegend um die Rückkehr der aus Abchasien vertriebenen Georgier. Die im Juli 1998 unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen organisierten Friedensverhandlungen endeten ergebnislos. Bei einer Volksabstimmung sprach sich die Bevölkerung Abchasiens im Oktober 1999 für die Unabhängigkeit von Georgien aus. Das Ergebnis wurde von der georgischen Regierung nicht anerkannt. Im Januar 2003 wurde auf russische Initiative die lange Zeit unterbrochene Eisenbahnverbindung zwischen der südrussischen Stadt Sotschi am Schwarzen Meer und der abchasischen Hauptstadt Suchumi wieder eröffnet.
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