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Windows Live® Suchergebnisse Afrikanischer SozialismusEnzyklopädieartikel
Afrikanischer Sozialismus, Bezeichnung für die Gesamtheit der Ideen und politischen Bewegungen, die Gesellschaftsordnungen zum Ziel haben, die auf einer Synthese von Sozialismus und vorkolonialen afrikanischen Traditionen basieren. Die afrikanischen Führer der antikolonialen Bewegungen der fünfziger und sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts erhielten ihre Ausbildung meist in den kolonialen „Mutterländern”. Während ihres Aufenthalts in Europa setzen sie sich intensiv mit sozialistischen Ideen auseinander. Nach Erlangung der Unabhängigkeit versuchten sie in ihren Heimatländern Sozialismus und vorkoloniale afrikanische Traditionen zu verbinden, um so eine, neben dem Kapitalismus und dem Sozialismus, „dritte”, typisch afrikanische Gesellschaftsordnung zu etablieren. In den siebziger und achtziger Jahren errichteten die sozialistischen Staaten Afrikas, die in der Regel wirtschaftlich und politisch eng mit dem Ostblock verbunden waren, meist schlecht funktionierende, bürokratische Planwirtschaften. Häufig sahen sich diese Staaten in zum Teil von außen, von nichtsozialistischen Ländern, geschürte Bürgerkriege verwickelt, wie dies etwa in Äthiopien, Moçambique oder Angola der Fall war. In den achtziger Jahren mussten sich aufgrund wirtschaftlicher Probleme die meisten sozialistischen Staaten Afrikas von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) kontrollierten Strukturanpassungsmaßnahmen unterwerfen. Als bedeutendste Theoretiker des Afrikanischen Sozialismus gelten Amilcar Cabral, Kwame Nkrumah und Patrice Lumumba.
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