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Windows Live® Suchergebnisse AutonomieEnzyklopädieartikel
Autonomie (griechisch autos: selbst; nomos: Gesetz), Bezeichnung für Selbstgesetzgebung, Unabhängigkeit, Selbstbestimmtheit, als politischer Begriff das Recht eines Staates auf Selbstorganisation bzw. das Regionen innerhalb eines Staates zugestandene Recht zur unabhängigen Regelung bestimmter Angelegenheiten, im föderalen politischen System Deutschlands etwa die Kulturhoheit der Bundesländer; siehe Föderalismus.
So wie die politische Autonomie den Staat erst zum Staat macht, macht im Sinn der Philosophie Immanuel Kants die Autonomie des Menschen als Willensfreiheit diesen erst zur Person. Der autonome Wille steht dabei für die von jeder äußeren und inneren Fremdbestimmung (siehe Heteronomie) befreite Vernunft. In diesem Sinn steht der Begriff auch für die Fähigkeit, sinnliche Antriebe zu kontrollieren, sich von Begierden und Leidenschaften unabhängig zu machen und für das grundsätzliche Vermögen, das eigene Handeln an den Gesetzen und Maximen der Vernunft auszurichten. Kant zufolge kann sich der Wille nur in Bezug auf die formale Gestalt des Wollens in Gestalt eines allgemeinen Gesetzes als autonom und somit frei erweisen. Diesem allgemeinen Gesetz, dem kategorischen Imperativ, gibt Kant in seiner Schrift Grundlegung zur Metaphysik der Sitten (1785) drei Formulierungen:
Siehe auch Ethik
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