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Windows Live® Suchergebnisse GeorgienEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Georgien (georgisch Sakartvelo), Staat im westlichen Asien. Das Land grenzt im Westen an das Schwarze Meer, im Norden an Russland und im Süden an Aserbaidschan, Armenien und die Türkei. Das Staatsgebiet Georgiens, das aus der Georgischen Sozialistischen Sowjetrepublik (SSR) der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR) hervorging, umfasst die beiden autonomen Republiken Abchasien und Adscharien sowie die autonome Region Südossetien. Georgien ist ein geographisch überaus vielgestaltiges Land mit hohen Bergketten und fruchtbaren Küstenebenen. Die Bevölkerung konzentriert sich an der Schwarzmeerküste (310 Kilometer) und in den Flusstälern, vor allem im Kuratal, wo die Hauptstadt Tiflis liegt.
Die Fläche Georgiens beträgt 69 700 Quadratkilometer. Lange Abschnitte der nördlichen Staatsgrenze verlaufen über den Hauptkamm des Kaukasus. Hier befinden sich die höchsten Erhebungen der Republik. Der Schchara ist mit 5 200 Metern der höchste Berg des Landes, zahlreiche andere Berge erreichen Höhen von mehr als 4 500 Metern. Der westliche Teil dieses auch als Großer Kaukasus bezeichneten Gebiets ist stellenweise stark vergletschert. Nur wenige Erhebungen im Kleinen Kaukasus, der sich im südlichen Teil der Republik erhebt, sind höher als 3 000 Meter. Zwischen diesen beiden Gebirgssystemen befinden sich tief eingeschnittene Flusstäler mit Höhen von meist unter 100 Metern. Die beiden längsten Flüsse der Republik, Kura (1 500 Kilometer) und Rioni, verlaufen in entgegengesetzte Richtungen. Der in der Türkei entspringende Kura fließt in östlicher Richtung durch Georgien und Aserbaidschan ins Kaspische Meer, während der in Richtung Westen fließende Rioni ins Schwarze Meer entwässert. Zahlreiche andere Flüsse queren die fruchtbare Kolchis-Ebene, die den Großteil des Küstenlandes an der georgischen Seite des Schwarzen Meeres einnimmt.
Das Klima ist im Westen subtropisch, im Osten nimmt es kontinentalere Züge an. Diese grobe Einteilung wird von einer klar ausgeprägten Höhenzonierung überlagert. Während die Jahresniederschläge in den östlichen Landesteilen 450 bis 700 Millimeter betragen, werden an den zum Schwarzen Meer hin abfallenden Berghängen Werte von 2 000 Millimeter übertroffen. In Tiflis liegt der mittlere Jahresniederschlag bei 500 Millimetern, die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 12,9 °C.
39,6 Prozent des Staatsgebiets ist bewaldet, in den tieferen Lagen dominieren Mischwälder, in hohen Lagen Kiefern und Fichten. Oberhalb der Baumgrenze gibt es alpine Wiesen. Zur Fauna der größeren Säugetiere gehören Braunbären, Wölfe, Luchse, Steinböcke, Bezoarziegen (die Stammform unserer Hausziegen), Gämsen, Rehe und Wildschweine. Knapp drei Prozent der Gesamtfläche Georgiens stehen unter Naturschutz.
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